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16.01.2026
12:00 Uhr
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Proxmox VE kann jetzt Docker-Images importieren und daraus LXC zaubern. Wir haben das neue Feature getestet und zeigen mögliche Fallstricke auf.

Die Entwickler von Proxmox Virtual Environment (Proxmox VE) haben der populären Virtualisierungsplattform in Version 9.1 beigebracht, mit OCI-Images umzugehen. Das Feature ist allerdings noch als „Technical Preview“ markiert. OCI (Open Container Initiative) ist der Industriestandard für Container-Images, den alle modernen Containertools wie Kubernetes, Docker und Podman beherrschen, und die heute übliche Darreichungsform von Serversoftware.
Bislang gab es in Proxmox keine hauseigene Möglichkeit, solche Anwendungscontainer zu betreiben. Docker oder Podman auf dem Host zu installieren, ist keine gute Idee, beispielsweise weil Proxmox und Docker sich bei der Konfiguration von Netzwerk- und Firewallregeln in die Quere kommen können. Als bewährte Praxis hat sich etabliert, eine virtuelle Maschine zu erstellen, die als Docker-Host dient.
Grundsätzlich bringt Proxmox schon ewig Funktionen zum Betrieb von Containern mit. Dabei handelt es sich um LXC („Linux Container“), die in der Proxmox-Dokumentation auch als Systemcontainer bezeichnet werden. Anders als Container nach OCI-Spezifikation, die wie eine Anwendungskapsel funktionieren, ahmen Systemcontainer eine ausgewachsene Linux-Distribution nach, inklusive Init- und Systemdiensten wie systemd. Im Vergleich zu einer virtualisierten Linux-Distribution verbrauchen sie jedoch deutlich weniger Ressourcen, weil sie keinen eigenen Kernel mitbringen, sondern den des Hosts nutzen.